Professionelle Sportwetten

professionelle Sportwetten

Wenn man seinen Wohnsitz in Deutschland hat und damit dort steuerpflichtig ist, fallen Gewinne, die man als professioneller Sportwetter erwirtschaftet unter die Einkommensteuer.

Aufgrund des hohen Risikos und der geringen Gewinnaussichten ist es nur für wenige Interessant als Sportwetter seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Und die meisten, die das machen führen ein Leben an der Grenze zur Legalität oder dahinter.

Wie wird man professioneller Sportwetter?

Um mit Sportwetten Geld zu verdienen braucht man sehr viel Disziplin, Wissen zu Wetten und Sportarten, Glück und Geld zur Investition. Man braucht eine Strategie und ein gutes Money-Management. Es ist vergleichbar mit einem Börsenhändler, darauf setzt, dass eine Aktie steigt. Ein Sportwetten-Profi setzt vereinfacht gesagt darauf, dass eine Mannschaft gewinnt. Es gibt allerdings noch viele verschiedene andere Wetten neben der beliebten Sieg-Wette.

Expertenwissen über Sportarten, Ligen und Mannschaften

Professionelle Sportwetten-Betreiber setzen zum Beispiel auf Handicaps, bei denen eine Mannschaft einen fiktiven Vorsprung oder Rückstand erhält. Oder sie suchen sich Gebiete, bei denen man mit Hilfe von Statisitken vage Vorhersagen treffen kann. Das bezieht sich z.B. auf die sogenannten Über- / Unter-Wetten von Toren. Dabei setzt man darauf, dass in einem Spiel mehr oder weniger als zwei Tore fallen. Um eine Vorhersage zu treffen betrachtet man, wieviele Tore in den vergangenen Spiele der beiden Mannschaften oder in den direkten Duellen gefallen sind.

Sind auffällig oft mehr als 2 Tore gefallen, nimmt man an, dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass wieder mehr als 2 Tore fallen. Es gibt zahlreiche Internetseiten, die solche Statistiken auswerten und Prognosen abgeben. Eine davon ist z.B. https://www.sportwette.net.

In der Realität sagt die Vergangenheit bei Sportwetten allerdings nichts über die Zukunft aus. Wenn, dann ist es Zufall – Glücksspiel eben.

Besser ist es die Spiele der Mannschaften genau zu verfolgen und aktuelle Nachrichten über die Stimmung und die Form zu lesen. So kann man mit der Zeit gut einschätzen, wie stark eine Mannschaft ist und wie sie mit der Spielweise des kommenden Gegner zurecht kommt. Ähneln sich die Mannschaften kann man auch von einem Unentschieden ausgehen.

Wie einfach ist es mit Sportwetten Gewinn zu machen?

Die besten Sportwetter erreichen im Schnitt einen Gewinnanteil von 10% pro Wette. Um so 3000 Euro zu verdienen muss man also 30.000 Euro einsetzen. Das sind aber wirklich dann die besten Tipper der Welt! Normalerweise sind 5% realistisch oder sogar nur 1%. In diesem Fall müsste man 300.000 Euro riskieren um 3000 Euro zu gewinnen. In schlechten Monaten muss man außerdem Verluste in dieser Höhe einkalkulieren.

Man sollte sich keine Illusionen machen, dass man selbst besser sein wird. Über einen kurzen Zeitraum ist das möglich, aber nicht langfristig. Es gibt ganz wenige, die wirklich mit Sportwetten reich geworden sind. Oder kennen Sie jemanden? Es sind definitiv weniger, als man bei dem Angebot an Facebook-Gruppen denken würde.

Bilanz führen

Es gibt keinen Tipper, der erfolgreich ist ohne Bilanz über Gewinne und Verluste zu führen. Wer professionell Sportwetten will, der muss jede seiner Ausgaben und Einnahmen aufzeichnen, wie ein Unternehmer. Jede Wette sollte möglichst genau protokolliert werden, damit eine Auswertung und Optimierung möglich ist.

Wenn Sie also im Internet auf einen der vielen Möchtegern-Wetter treffen, der Ihnen etwas verkaufen will, fragen Sie ihn immer nach seinem Yield und seinen Bilanzen. Handelt es sich wirklich um einen Sportwetten-Profi, wird er seine erfolgreichen Bilanzen gerne für Sie offenlegen. Gibt es keine nachprüfbaren Bilanzen über mindestens 1000 Wetten, handelt es sich um einen Blender.

Versteuerung von Sportwetten

Der Haken daran, wenn man wirklich ein guter Sportwetten-Tippster ist: Man muss seine Einnahmen versteuern. Zumindest, wenn man seinen Wohnsitz in Deutschland hat.

Erwirtschaftet man als Sportwetten-Profi regelmäßig Gewinne ist das nicht als Glücksspiel zu werten, sondern basiert auf einem gewissen Können oder Wissen. Es ist also wie ein Einkommen und muss bei der Steuererklärung angegeben werden. Tut man das nicht, handelt es sich um Steuerhinterziehung.

Viele umgehen diese Steuerpflicht, indem sie nur über das Internet bei Wettanbietern spielen, die keine Wettsteuer verlangen. Obwohl das Finanzamt in der Regel nichts von diesen Geld-Transfers mitbekommt sind die Gewinn aber dennoch steuerpflichtig.

Um sich auf der sicheren Seite zu wähnen gründen viele sogar Scheinfirmen im Ausland, so dass sie sich der deutschen Staatskasse entziehen. Das ist im Prinzip nichts anderes als bei großen Unternehmen wie Apple oder Amazon, die ihre Gewinne aus Deutschland abführen, in dem sie einfach Rechnungen von Schwesterfirmen im Ausland stellen, wo die Einnahmen wesentlich geringer versteuert werden. Steuerparadiese sind zum Beispiel Irland, Holland, Malta, Gibraltar oder Zypern. Diese „Länder“ beheimaten nicht ohne Grund viele Sportwetten-Betreiber, die durch EU-Lizenzen auch in Deutschland tätig sind.