Glücksspielsteuer in Deutschland und Österreich auf Lotto und Casinospiele

Oft wird in Deutschland und Österreich eine Glücksspielsteuer auf Lotto oder Casinospiele wie Blackjack oder Roulette diskutiert. In diesem Artikel erfahren Sie, auf welche Bereiche des Glücksspiels Steuern anfallen können.

Steuer auf Glücksspiele wie Lotto und RouletteEine reine Glücksspielsteuer gibt es in Deutschland in dieser Form nicht. Dennoch können auch bei Glücksspielen Steuern anfallen. Bei manchen direkte Steuer, wie bei Sportwetten oder auch indirekte Steuern, wenn z.B. aus einem Lottogewinn Zinsen erzielt werden. Eine Übersicht über die verschiedenen Steuern im Bereich Glücksspiel

Glücksspielsteuer auf Blackjack?

Blackjack gilt als Glücksspiel, obwohl man durch das Kartenzählen als Spieler einen Vorteil gegenüber dem Casino haben kann. Die Gewinne sind aber dennoch, im Vergleich zum Poker, steuerfrei.

Glücksspiel-Steuer auf Lotto?

Laut Hamburger Abendblatt müssen Lottogewinne und andere Gewinne aus Glücksspielen nicht direkt versteuert werden, aber die Erlöse, die sich daraus ergeben (Zinsen) müssen versteuert werden.

Glückspiel Steuer für Pokerspieler

Poker gilt seit 2012 nicht als Glücksspiel, sondern als Geschicklichkeitsspiel (Spiegel-Ausgabe 34/2012). Wer als Poker-Spieler Gewinne erzielt, tut das mit einem gewissen Können und muss diese daher als gewerbliche Einnahmen versteuern.

Preise

Auf Preise, die für Leistungen in Wissenschaft und Sport verliehen werden wie z.B. einen Buchpreis oder der Nobelpreis fallen ebenfalls Steuern an. Beispiel: Ein Autor, der für seinen Werk einen mit Geld dotierten Preis erhält, muss diesen als Einkommen versteuern, da der Preis mit seiner Tätigkeit als Schriftsteller zu tun hat.

Shows in TV und Radio

„Die Welt“ berichtet über eine weitere Steuer aus dem Bereich der Unterhaltungsbranche. Das betrifft Geld-Gewinne in TV- oder Radioshows wie z.B. Schlag den Raab oder Wer wird Millionär. Wenn jemand zum Beispiel Geld bei „Wer wird Millionär“ gewinnt, dann hat das meistens auch mit den speziellen Fähigkeiten, bzw. dem Wissen dieser Person zu tun. Das heißt, dass auch Gewinne aus Fernseh-Shows versteuert werden müssen, wenn diese nicht reiner Zufall sind wie z.B. bei „Der Preis ist heiß“.

In der Begründung des Münchner Gerichts im Jahr 2012 heißt es:

Ist die Teilnahme an einer TV-Show eine vertraglich vereinbarte Leistung, stellt das Preisgeld eine Gegenleistung für die Aktivität des Kandidaten dar (Az.: BFH, IX R 6/10).

Maßgeblich ist auch, ob die Show von der Mitwirkung des Kandidaten lebt und dieser die Rechte am Filmmaterial abgetreten hat. (Az.: 2 BvR 1503/12).

Sportwetten

Auf Sportwetten fallen für deutsche Spieler bei Anbietern mit dem Firmensitz in Deutschland ebenfalls Steuern an. Auf jede Wette muss der anbieter eine Wettsteuer von 5% erheben und an das Finanzamt abführen. Wie der Wettanbieter die 5% erhebt ist jedem selbst überlassen. Entweder der Wettanbieter verlangt die 5% direkt beim Abschluss einer Wette oder er zieht die 5% vom Gewinn ab. Den Gewinn an sich muss der Spieler dann nicht mehr zu versteuern.